Eine Kritik an der bürgerlichen Liebe findet sich bei Marx. Die feministische Kritik an der unbezahlten Reproduktion von Männern durch Frauen ist noch nicht so alt. Die Liberalisierung der Sexualität war keine Revolution. Die Liberalisierung hebt nicht den Markt auf, sondern nur seine Begrenzung. Heute sind weder die alte Ausgrenzungsformen und Ideologien, die den Markt begrenzen, wirkungslos, noch haben neugewonnene „Freiheiten“ das „Schönheitsregime“ besiegt. In Ihrer „Theorie der polysexuellen Oekonomie“ analysiert Bini Adamczak das polysexuelle Konkurenz-Prinzip. „Freiheit, die als positive nur kollektiv, nur kommunistisch zu haben ist, macht Liebe als notwendige, als fetischhaften Ausdruck der Unfreiheit überflüssig, genauer: hebt sie auf.“ Sie entwirft in diesem Vortrag Gegenbewegungen, die den Markt überflüssig machen: „Wo der Markt verüberflüssigt wird, die normative Währung entwertet, beginnt Communismus, polysexuell.“
jdggpodcast online: bini adamczak – kritik der polysexuellen ökonomie
Bini Adamczak – Theorie der polysexuellen Oekonomie (Grundrisse)
Bücher von Bini Adamczak bei Unrast:
Kommunismus.
Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird
Gestern Morgen
Über die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft
Weiter Bücher zum Thema:
A.G.GENDER-KILLER
Das gute Leben
Linke Perspektiven auf einen besseren Alltag
re.ACTion
Antisexismus_reloaded
Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt
Ein Handbuch für die antisexistische Praxis
0 Antworten auf „Bini Adamczak – Theorie der polysexuellen Oekonomie“