Tobias Prüwer (Leipzig Almanach Kulturtagebuch), schreibt in seiner Rezension:
„In den Texten wird deutlich, wie sehr ein Präventionsdenken die Gesellschaft und den Blick auf eigentliche Probleme verdeckt. Unter dem Label der Sicherheit werden so einschneidende Maßnahmen eingeführt und von vielen Menschen auch noch mitgetragen – frei nach dem Motto: „Wer nichts zu verbergen hat…“. Der Aspekt der Selbstdisziplinierung zeigt hier gefährliche Entwicklungen. Das öffentliche, auf der eigenen Privatsphäre ruhende Auge wird derart verinnerlicht, dass es der Kontrolle gar nicht mehr bedarf, weil man sich bereits ohne äußerlichen Zwang in das als ordentlich sanktionierte Verhalten fügt.“
Rezension: Regime der Überwachung. Von Tobias Prüwer in Leipzig Almanach Kulturtagebuch.
Weitere Rezensionen:
Rezension: Wo geht’s hier zurück in die Demokratie? Neues Buch über die Zunahme staatlicher Repression und Überwachung ist erschienen. In ND – Inland vom 17.04.2009.
Rezesion von Marc Amann. In: Kreativer Strassenprotest go.stop.act!
Der Titel bei Unrast:
Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung (Hg.)
Kontrollverluste
Interventionen gegen Überwachung
Das Buch Kontrollverluste versammelt Beiträge zu Fragen einer emanzipatorischen und praktischen Kritik an der aktuellen Überwachungsgesellschaft. Es führt sehr unterschiedliche Strategien und Perspektiven der linken Überwachungskritik zusammen. Kritische WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und Initiativen stellen theoretische, aber vor allem strategische und aktionsorientierte Überlegungen an, reflektieren ihre Handlungserfahrungen und beleuchten Probleme und Potenziale von Bewegung(en) gegen immer mehr Überwachung und Kontrolle.
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