Rezension von Sebastian Friedrich / stattweb.de zu:

Andreas Kemper/ Heike Weinbach:
Klassismus
Eine Einführung
ISBN 978-3-89771-467-0
188 Seiten, 13 Euro
Die erste deutschsprachige Einführung in Buchform über den Klassismusbegriff.
Auszug:
(…) Klassismus hat weder etwas mit Klassizismus noch damit zu tun, eine mögliche Überbetonung von Klassenunterschieden zu kritisieren. Es soll Diskriminierung und Unterdrückung aufgrund eines tatsächlichen oder zugeschriebenen Status‘ bezeichnet werden. Ähnlich wie bei Rassismus, Sexismus oder Heterosexismus geht es nicht allein um die „ökonomische Stellung im Produktionsprozess, sondern immer auch um Aberkennungsprozesse auf kultureller, institutioneller, politischer und individueller Ebene.“ (S. 13) Diskriminierung müsse demnach auf all diesen Ebenen überwunden werden, da sich alle wechselseitig bedingen. Damit erteilen Antiklassismus-TheoretikerInnen vielen AnhängerInnen der Hauptwiderspruchthesen eine Absage, die meist die Auseinandersetzung auf der ökonomischen Ebene fokussieren. Schon in den 1970er wurde Klassismus nicht isoliert wahrgenommen oder anderen Diskriminierungsformen gegenüber ein Vorrang zugesprochen, sondern insbesondere die Zusammenhänge von ‚sex‘ und ‚class‘ diskutiert. (…)
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http://klassismus.blogspot.com/
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