… der emanzipatorische Prozess ist unabschließbar

Auszug aus der Rezension von Tobias Prüwer, Leipziger Almanach, zu:

Schobert
Alfred Schobert
Analysen und Essays
Extreme Rechte – Geschichtspolitik – Poststrukturalismus
Edition Diss Band: 21
440 Seiten | 29,80 EUR [D] | ISBN 978-3-89771-750-3
erschienen im Mai 2009

„(…) Gerade dieses vehemente Eintreten für die »Poststrukturalisten« bei gleichzeitigem Aufweis, wie man ihren methodischen Werkzeugkasten – um in einem Bild Michel Foucaults zu bleiben- nutzen kann, stellt das größte Verdienst Schoberts dar. Gilt es, weiterhin auf ihre Relevanz zu pochen, dann erinnert der Sammelband gerade daran, dass eine poststrukturalistische Haltung – und damit auf einer Linie mit Kants problematisierendem Vernunftgebrauch liegend – keine methodische Mode ist, sondern auf Dauer ein- und ausgeübt werden muss. Nur weil vieles in Frage steht und die Möglichkeit zu irren immer gegeben ist, lohnt doch das Eintreten für eine kommende Demokratie. Für ein weitergehendes Demokratisieren, denn der emanzipatorische Prozess ist unabschließbar, für ihn muss fortwährend gestritten werden, wie Alfred Schoberts Engagement zeigt. Über ihn lässt sich Gleiches sagen, wie er einst über Derrida schieb: »Beim Wiederlesen … fällt mir nur auf, wie gerne ich diese Stimme in der weiteren Auseinandersetzung für eine andere Globalisierung noch hören würde.“ Tobias Prüwer, Leipziger Almanach, Okt. 09.

http://www.leipzig-almanach.de/literatur_stimme_n_erheben_alfred_schoberts_analysen_und_essays_tobias_pruewer_.html


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