Solidarisch gegen die Bestrafung einer Feldbefreihungsaktion

Der Imker Michael Grolm weigerte sich, für seine Feldbefreiungsaktion die Strafe zu zahlen. Er entschloss sich, stattdessen die Strafe im Knast abzusitzen. Grolm hatte 2007 bei Altreez im Oderbruch Genmais vom Acker gerupft. Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen – darunter der Kabarettist Schramm („Neues aus der Anstalt“) – solidarisierten sich gegen die Kriminalisierung der Aktion und brachten gemeinsam das Geld auf und lösten somit Grolm aus der Haft.

Gendreck

An der Solidaritätsaktion beteiligten sich:

* die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft,
* die Upländer Bauernmolkerei,
* die Schwäbisch-Hällische Erzeugergemeinschaft,
* der Berufsimkerbund Deutschland,
* der Europäische Imkerbund,
* Slow Food Thüringen,
* die Träger des alternativen Nobelpreises Percy und Louise Schmeiser aus Kanada
* sowie Prof. Michael Succow, ebenfalls alternativer Nobelpreisträger
* Thomas Dosch, Präsident von Bioland,
* der bekannte Gentechnikgegner José Bové aus Frankreich,
* Ines Pohl, die Chefredakteurin der Tageszeitung TAZ,
* das globalisierungskritische Netzwerk Attac,
* der Kabarettist Georg Schramm,
* der zu einem halben Jahr Haft verurteilte Feldbefreier Jörg Bergstedt,
* Schülerinnen und Schüler der elften Klasse der Waldorfschule Weimar,
* der Verein Schloss Tonndorf und
* die bäuerliche Notgemeinschaft aus dem Wendland

Links:
Gendreck-weg
Direkte Aktion. Freiheit stirbt mit Sicherheit!
Berliner Kurier

Kritische Ökologie / Biotechnologie: Literaturtipps:

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Klaus Pedersen
Naturschutz und Profit
Menschen zwischen Vertreibung und Naturzerstörung

»Naturschutz« hat einen guten Klang, aber er ist Feigenblatt und Konzession an bestimmte Interessengruppen – der Versuch, die vom globalen kapitalistischen Raubbau erzeugte Naturzerstörung abzupuffern, weil Pharma- und Biotech-Industrie bei der Inwertsetzung der schrumpfenden Biodiversität nicht hinterher kommen. Allein in Afrika wurden im Namen des Naturschutzes 10-15 Millionen Menschen vertrieben. In den Ländern des Südens werden massive Menschrechtsverletzungen begangen, um die biologische Vielfalt zu schützen. Ein beträchtlicher Teil der Weltbevölkerung befindet sich in der Zange zwischen »Naturschutz« und profitgetriebener Naturzerstörung. Das Buch geht auf die kolonialen Wurzeln des Naturschutzgedankens ein und beleuchtet die sozialen Folgen für die lokale Bevölkerung, die heute nicht anders sind als im 19. Jahrhundert, als der Yellowstone Nationalpark geräumt wurde. Im zweiten Teil des Buches werden die Gewinner des Naturschutzes betrachtet. Es geht um Bioprospektion, Baumplantagen, Emissionshandel, »Bio«-Kraftstoffe und »Öko«-Tourismus sowie um Naturschutzorganisationen, die zu transnationalen Unternehmen mutiert sind.

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1 Antwort auf „Solidarisch gegen die Bestrafung einer Feldbefreihungsaktion“


  1. 1 Solidarisch gegen die Bestrafung einer Feldbefreihungsaktion « unrast wild.cat » Denkbeteiligung Pingback am 11. November 2009 um 20:09 Uhr

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