Rezension. Gen-ethischen Informationsdienst (GID) zu „Gemachte Differenz“: „Das Konzept der „Rasse“ wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies findet konträr zu den unzähligen Kritiken statt, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat zudem neue Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von „Rasse“ produziert. Die AutorInnen dieses Bandes beschäftigen sich mit wissenschaftlichen „Rasse“-Konzepten in ihrer historischen Entwicklung vom Kolonialismus bis in die Gegenwart. Sie untersuchen die Konjunktur rassistischer Forschungsprojekte in den heutigen Biowissenschaften sowie die wissenschaftliche Herstellung dieser Konzepte.“ GID 194 – Jan 2010 S. 63
Rassifizierung ohne „Rasse” – Gespräch mit Karsten Mayer und Alex Pisarek von der AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften.
GID 197 – Jan 2010 S. 5 – 7
Im neu erschienenen Sammelband „Gemachte Differenz“ zeigt die Berliner „AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften“: Ein biologisch begründeter Rassismus spielt im Wissenschaftsbetrieb weiter eine Rolle. Eine GID-Redakteurin sprach mit der AG über ihren Aktivismus, über Rassismus und Genetik, und darüber, wie man in Deutschland Rassismus kritisieren kann, wenn der Begriff „Rasse“ diskreditiert ist.
Gen-ethischen Informationsdienst (GID)
Der Gen-ethischen Informationsdienst (GID) wird vom Gen-ethische Netzwerk e.V. (GeN) heruausgegeben. Es wurde 1986 von kritischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Journalisten, Tierärzten, Medizinern, Politikern und anderen an der Gentechnik interessierten Menschen gegründet. Es vermittelt Informationen und Kontakte zum Thema Gentechnologie und Fortpflanzungsmedizin. Die Aufgabe des Vereins ist die kritische Auseinandersetzung mit diesen Techniken.
Siehe auch in diesem Blog: Biologistische „Rasse“-Konzepte. Still Alive?
Unrast Bücher der Kritik

AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.)
Gemachte Differenz
Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte
ISBN 978-3-89771-475-5 | 376 Seiten | 19.80 Euro
Gemachte Differenz – Einleitung
AGgR – AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften
Die AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften gründete sich in Berlin im Wintersemester 2004/05 nachdem der Biologie-Professor Andreas Elephandt in einem interdisziplinären Seminar der Gender Studies, Philosophie und Biologie an der Humboldt Universität die Existenz von „Menschenrassen“ und einer universellen genetischen Disposition zu Rassismus behauptete. Gegen massiven Druck der Universitätsleitung und des Instituts für Biologie organisierte die AG die Veranstaltung „‚Menschenrassen‘? – Zur Aktualität rassistischer Konzepte in den Biowissenschaften“, die die wissenschaftliche Unhaltbarkeit von biologischen „Menschenrassen“-Konzepten und die Untrennbarkeit von keineswegs „wertfreier“, „objektiver“ Wissenschaft und Politik aufzeigen sollte.
Hier geht es zu der Website der
AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften.
HUch! Sonderausgabe Rassismus – Winter 08/09 [PDF]:
Biologistische „Rasse“-Konzepte. Still Alive?!
von der AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften
Geschichte, Kontinuitäten und Gegenwart des wissenschaftlichen Rassismus. Rezension von Doris Liebscher in KILBY2. Phase 2 Nr. 32 12/09 Literaturbeilage – Winter 2009
Notationen:
„Man muss dieses Buch lesen, um den Wahnsinn zu begreifen und ihm entgegenwirken zu können.“
Nambowa Mugalu in philtrat nr. 92 – oktober/november 2009.
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3 Antworten auf „GID: „Das Konzept der „Rasse“ wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet““