„Jump the Fence – the final bash“ Antirassistische Soliparty 31.10 – Berlin

hier eine empfehlenswerte Party für kommenden Samstag:

Samstag, 30.01.2010, 21 Uhr Syndikat: Soliparty

Jump the Fence - the final bash


„Jump the Fence – the final bash“

Antirassistische Soliparty mit einer Lesung von Frédéric Valin
(Spreeblick-Autor) ab 21.30 Uhr und anschließendem Konzert ab 23.00 Uhr
mit „Jonny Freedom“ (Punkrockliedermacher). Für die spätabendlichen
Tanzfreuden sorgen „Lucha Amada“ (Rumba Punky Reggae Salsa Muffin Latin
Ska) und Berlins beste Ska-, Reggae- und Soul-DJ_anes. Für die Kehle
gibts Soli-Cocktails und andere Flüssigkeiten. Die Veranstaltung dient
der Unterstützung von Betroffenen von Sammelanhörungen.

Frédéric Valin bei Spreeblick:
http://www.spreeblick.com/archiv/?s&cat=44&month&author=frederic

Jonny Freedom am Tresen:
http://www.jonny-freedom.de/
http://www.myspace.com/jofreedom

Lucha Amada – DJ Kollektiv
http://www.luchaamada.de/

Ort: Weisestraße 56, 12049 Berlin, (U-Bhf. Boddinstrasse)

Unrast Bücher der Kritik

re/visionen
Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hg.)
re/visionen
Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland

In re/visionen werden erstmals kritische Stimmen ausnahmslos von People of Color zusammen gebracht – Schwarze Deutsche, Roma und Menschen mit außereuropäischen Flucht- und Migrationshintergründen. Ihre widerständige Wissensproduktion und ihr politischer Erfahrungsaustausch bringen alternative Diskussionen hervor. Sie setzen sich mit Rassismus, Islamophobie und ausgrenzenden Migrations- und Integrationsregimes auseinander und diskutieren Fragen von individuellem und kollektivem Widerstand, antirassistischer Kulturpolitik und postkolonialen Denkansätzen. Selbstbestimmte Räume und solidarische Visionen werden sichtbar, welche die rassistische Logik des Teilens und Herrschens herausfordern und auf grenzüberschreitende Identitäten und Bündnisse zielen.

grenzen und gränzgänger
Semra Çelik
Grenzen und Grenzgänger
Diskursive Positionierungen im Kontext türkischer Einwanderung

In Zeiten von Internet und Globalisierung boomt das Angebot an Identitäten und ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Identitätspositionen scheint immer möglich. In Gesprächen mit türkischen MigrantInnen zeigt das vorliegende Buch jedoch, dass ein Mehr an Angeboten auch ein Mehr an Grenzen bedeuten kann und dass manchmal erst neue Wege zu (er-)finden sind, um diese Grenzen zu überschreiten.

Spurensicherung
Gabi Elverich, Annita Kalpaka & Karin Reindlmeier (Hg.)
Spurensicherung
Reflexion von Bildungsarbeit in der Einwanderungsgesellschaft

Das Buch gibt MultiplikatorInnen im Bereich der ›interkulturellen‹ und antirassistischen Bildungsarbeit Anregungen für das pädagogische Handeln und bietet Reflexionskategorien und -fragen an, die sich gegen den ›interkulturellen Mainstream‹ richten und zu mehr Selbstreflexion ermutigen. Grundlage der Reflexion ist ein Verständnis von Rassismus als gesellschaftlichem Strukturprinzip.

Plantation Memories
Grada Kilomba
Plantation Memories
Episodes of Everyday Racism

Plantation Memories erforscht Alltagsrassismus in Form einer Sammlung von Geschichten. Es begreift Rassismus als psychologische Realität. Grada Kilomba zufolge wird Alltagsrassismus als gewaltsamer Schock erlebt, der die Menschen plötzlich in eine koloniale Situation rückt und sie dabei ihrer Verbindung mit der Gesellschaft entreißt. Völlig unerwartet trifft Vergangenheit auf Gegenwart, und die Gegenwart wird erlebt, als wäre sie die furchtbare Vergangenheit, auf die der Titel des Buches verweist.

Dienstags gibt es Tantra-Sex
Sheila Mysorekar
Dienstags gibt es Tantra-Sex
Politische Satiren über Rassismus, Sex und den Neandertaler

Die Journalistin Sheila Mysorekar greift in ihr Arsenal von schwarzem Humor und scharfer Analyse: Es gibt witzige Geschichten über die deutschen interkulturellen Beziehungen, vor allem zwischen Mann und Frau, ebenso wie Satiren über politische Besonderheiten aus aller Welt. Wir begegnen türkischen Rentnern im deutschen Altersheim, dem Azubi bei al-Qaida, sowie dem ultimativen Feind: der stalinistisch-islamistischen Kokainmafiosi.

mms
Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hg.)
Mythen, Masken und Subjekte
Kritische Weißseinsforschung in Deutschland

Für den hiesigen Kontext einzigartig geht dieser Band auf die kritische Auseinandersetzung mit der Kategorie Weißsein aus einer Schwarzen Perspektive als konzeptioneller Schwerpunkt ein und würdigt damit den enormen und durchaus nachhaltigen Einfluss Schwarzer Menschen und People of Color in Wissenschaft und Kunst, die bereits seit geraumer Zeit mit einem hegemonialkritischen Fokus im Diskurs um Ethnisierung und Rassifizierung arbeiten.

gemachte differenzen
AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.)
Gemachte Differenz
Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte

Das Konzept der »Rasse« wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies findet konträr zu den unzähligen Kritiken statt, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat zudem neue Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von »Rasse« produziert. Zwar weisen die Sozialwissenschaften darauf hin, dass rassifizierte Unterschiede immer häufiger mit »kulturellen Differenzen« begründet werden, gleichzeitig sind jedoch biologische »Rasse«-Konzepte weiterhin virulent.

steffi holz
Steffi Holz
Alltägliche Ungewissheit
Erfahrungen von Frauen in Abschiebehaft

Abschiebehaft ist ein restriktiver Bestandteil deutscher Zuwanderungs- und Abgrenzungspolitik. Sie ist offiziell eine Verwaltungsmaßnahme zur Vorbereitung der Abschiebung und keine Strafhaft. Für die Inhaftierten ist es jedoch ein Gefängnisaufenthalt, der als Bestrafung wahrgenommen wird und eine bedrohliche Erfahrung und extreme Lebensrealität darstellt. In ihrer auf der Basis von Interviews erstellten Studie lässt Steffi Holz diese Lebensrealität sichtbar werden und beschreibt die Handlungsperspektiven und Strategien der Frauen, mit der belastenden Situation umzugehen. Ein wesentliches Element des Alltags ist darüber hinaus das Wirken der Ausländerbehörde. Ausführliche kommen die behördlichen Reglementierungen zur Sprache.

Seibert
Niels Seibert
Vergessene Proteste
Internationalismus und Antirassismus 1964-1983.

Die politischen Aktivitäten, zu denen Niels Seibert recherchierte, sind vielfach in Vergessenheit geraten. Ausgewählt wurden Proteste der Studenten- und Internationalismusbewegung, die sich innerhalb der Themenbereiche Kolonialismus und Neokolonialismus, internationale Solidarität, bundesdeutsche Ausländerpolitik sowie Flucht und Asyl bewegen. Die politischen Aktionen und Kampagnen waren einerseits eine praktische Kritik an staatlicher Politik und hatten andererseits Einfluss auf politische Entscheidungen. In diesem Wechselverhältnis vermitteln sie sowohl etwas über die politischen Verhältnisse als auch über die Bewegungen dieser Zeit.


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