Bischof Richard Williamson leugnet weiterhin den Holocaust und Joseph Ratzinger wird die Geister, die er rief, nicht mehr los. Die Piusbrüder fordern die Missionierung der Juden. Doch mit der uneingeschränkten Wiederzulassung der tridentinischen Messe samt des Karfreitagsgebetes für eine Konvertierung von Jüdinnen und Juden zum Christentum bestärkte der Papst schon vor der Rehabilitierung der lefebvristischen Priesterbruderschaft St. Pius X. den christlichen Antijudaismus.
Aktuelle Presseberichte:
Katholische Hardliner: Wie die Piusbrüder gegen Juden, Muslime und Schwule hetzen. Von Peter Wensierski. Spiegel Online 3.2.2010
Rehabilitierte Bischöfe: Piusbrüder verlangen mehr Macht im Vatikan. Spiegel Online 2.2.2010
Zurück ins Mittelalter. Vorabdruck: Die Versöhnung von Papst Benedikt XVI. mit den Piusbrüdern. Von Gerhard Feldbauer. jw 1.02.2010
Piusbrüder greifen den Papst an. Benedikt will die Aussöhnung, doch die reaktionäre Gemeinschaft rüffelt ihn öffentlich. Von Kordula Doerfler FR 1.2.2010
Gespräche im Vatikan: Piusbruderschaft attackiert deutsche Bischöfe. FR 09.01.2010
Der Papst und das Judentum: Tiefes Misstrauen. FR 28.12.2009.
Christlicher Antisemitismus
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wird diskursiv auch von der extremen Rechten in Deutschland gestützt. Detailliert belegt wird dies in der diskursanalytischen Studie „Das Kreuz mit der Nation. Christlicher Antisemitismus in der Jungen Freiheit“ von Regina Wamper, in der die Verbindungslinien zwischen der neurechten Wochenzeitung und fundamentalistischen und traditionalistischen christlichen Strömungen offengelegt werden.

Regina Wamper
Das Kreuz mit der Nation
Christlicher Antisemitismus in der Jungen Freiheit
Edition DISS Band 18
ISBN 978-3-89771-747-3 | 208 Seiten | 22 Euro
1 Antwort auf „Piusbrüder: Weiter auf Mission“